Bundesliga-Blog bei der "Der Sportreisende": Das Spektakel Fußball-Bundesliga begeistert Millionen von Fans
Foto: Sören Krentzel

Der 34. Spieltag der Fußball-Bundesliga ist immer besonders! Nicht nur weil es der letzte Spieltag einer kompletten Saison ist, sondern weil sich an solchen Tagen mitunter echte Dramen abspielen. An manchen Bundesliga-Standorten geht es am 34. Spieltag nicht weniger als um die blanke Existenz. Soll heißen: Der Ausgang jener Partien entscheiden darüber, wie die mittelfristige Zukunft der Vereine aussehen kann, ob ein Abstieg möglicherweise personelle Konsequenzen nach sich zieht oder oder oder … Es ist häufig bis zur letzten Minute ein Hoffen und Bangen. Und auch dieser letzte Spieltag hielt jede Menge Spannung bereit. In unserem Bundesliga-Blog schauen wir drauf!

Bundesliga-Blog: Dortmund desolat zum Abschluss  

Die letzten Partien einer Saison sind im Vorfeld immer schwer einzuordnen, da es für viele Vereine um nicht mehr viel geht. Die Meisterschale ging bereits vor dem letzten Spieltag erneut an den FC Bayern München – wir berichteten bereits in unserem Bundesliga-Blog darüber –, sodass es letztlich nur noch darum ging, wer zieht mit den Münchenern in die Champions League ein. Borussia Dortmund hatte hier als Tabellenzweiter bereits gut vorgearbeitet und konnte selbst mit einer Niederlage am 34. Spieltag nicht mehr auf den dritten Platz zurückfallen. Und so lässt man vielleicht mal ein paar Prozent schleifen und schon geht ein Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim mit 0:4 verloren. Sehr zum Leidwesen der Wolfsburger, die mit den Hoffenheimern um die direkte Qualifikation in der Europa League kämpften. 

 Letzter Spieltag häufig mit Überraschungen

Hoffenheim und Wolfsburg waren vor diesem Spieltag punktgleich und im Normalfall (Hoffenheim beim BVB, Wolfsburg empfing die souveränen Münchener) wäre es nur um das Torverhältnis gegangen. Der FC Bayern erfüllt eindrucksvoll seine Pflicht und spult mit großem Sportsgeist die Partie in Wolfsburg herunter und gewinnt standesgemäß mit 4:0. Die Dortmunder hingegen müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, wie beim 0:2 gegen abstiegsbedrohte Mainzer (wir berichteten in unserem Bundesliga-Blog darüber) am 32. Spieltag in eigener Arena nicht mehr alles in die Waagschale zu werfen, da sich vorher die Bayern die Meisterschaft holten. Hoffenheim ist nun definitiv keine Laufkundschaft und kann den Großen schon mal richtig wehtun, aber 4:0 dürfen sie beileibe nicht bei einem solch ambitionierten Team, wie es die Dortmunder nun mal sind, gewinnen. Zudem macht ein Spieler (Andrej Kramaric) gleich vier Treffer in einem Spiel.

Mönchengladbach wieder in der Champions League

Bei Dortmund konnte also nichts mehr anbrennen, sie blieben so oder so auf Platz zwei in der Fußball-Bundesliga. RB Leipzig musste indes noch mal Gas geben, um wenigstens Rang drei und damit die sichere Qualifikation für die Gruppenphase in der Champions League zu sichern. Die Sachsen siegten 2:1 in Augsburg, Auftrag erfüllt! Mit Borussia Mönchengladbach rückt nach dem 2:1 gegen Hertha BSC Berlin ein Team in die Königsklasse auf, das zuletzt vor vier Jahren dort spielte. CL-Konkurrent Bayer Leverkusen besiegte die Mainzer zwar mit 1:0, konnten aber bei einem Gladbacher Sieg einfach nichts mehr in Sachen Champions League-Qualifikation ausrichten. Das internationale Geschehen der Fußball-Bundesliga war also geregelt.

 Schalke stürzt ab

Aus dem breiten Mittelfeld der Bundesliga stachen am 34. Spieltag sowohl der SC Freiburg als auch Union Berlin heraus. Die Breisgauer verpassen zwar ganz knapp die Europa League, und dies war bereits vor diesem Spieltag klar, dennoch wurde am letzten Spieltag in der Saison 2019/2020 noch einmal alles rausgehauen. Der FC Schalke 04 zeigte sich auch zum Saisonabschluss als dankbarer Gegner und machte seinem Vereinsnamen alle Ehre. 0:4 hieß es am Ende gegen Freiburg. Wäre den Schalkern nicht die starke Hinrunde mit 30 Punkten gelungen, so wäre man nach 16 (!) sieglosen Spielen in der Rückrunde mit Sicherheit abgestiegen. Trainer David Wagner konstatierte nach der Partie: „Wir sind aktuell nicht konkurrenzfähig“. Kann man so stehenlassen.